Fastenzeit mal anders – 7 Ideen für bewusstes und nachhaltiges Fasten

Lifestyle

Bewusster leben, den eigenen Konsum reduzieren, über den eigenen Lebensstil nachdenken und neue Perspektiven finden – das ist die moderne Fastenzeit. Neben dem klassischen Lebensmittel-Fasten gibt es viele weitere Möglichkeiten für sinnvollen Verzicht. Welche das sind, verraten wir Dir im folgenden Blogbeitrag.

Hand aufs Herz: Wer von Euch hat seine guten Jahresvorsätze bereits über Bord geworfen? Kein Problem, eine zweite Chance gibt es mit dem Start der 40 Tage andauernden Fastenzeit, welche am 17. Februar beginnt und am 3. April endet. Gefastet wird längst nicht mehr nur aus traditionell religiösen Gründen. Schließlich ist das Fasten auch bei Menschen, die mit dem Glauben nichts am Hut haben, schwer im Trend. So nutzen viele diese Zeit als Chance, neben dem Verzicht auf Fleisch, Süßigkeiten, Zigaretten und Alkohol auch schlechte Gewohnheiten einzudämmen und abzulegen. Achtsamer, ökologischer und nachhaltiger soll es im Alltag werden.

Fastenzeit mal anders

Konsumfasten
Zu viel Konsum ist ein massives Problem für die Umwelt. Schließlich werden deutlich mehr Ressourcen verbraucht, als nachhaltig wieder erzeugt werden können. Überlege Dir also, auf was Du in den 40 Tagen verzichten kannst und konzentriere Dich auf das, was Du wirklich brauchst im Leben. Kaufe nur so viele Lebensmittel, wie auch benötigt werden und versuche Dinge aufzubrauchen, die schon da sind, bevor etwas Neues gekauft wird. Auch sollten Spontankäufe der Vergangenheit angehören! Denn mal ehrlich, wie viele spontane Anschaffungen landen am Ende in irgendeiner Ecke, verstauben dort oder verschwinden sogar im Müll? Auch solltest Du in dieser Zeit auf das Online-Shopping verzichten. Zugegebenermaßen macht Corona diese Situation im Moment nicht gerade einfach, denn oft werden bestimmte Dinge doch ganz dringend benötigt (z. B. Kinderbekleidung). In dem Fall solltest Du Dich erkundigen, ob es nicht lokale Einzelhändler gibt, bei denen Du online, per Telefon, FaceTime etc. bestellen und die Ware abholen oder liefern lassen kannst.

Tipp: Beginne die Fastenzeit mit einer Ausmistaktion zu Hause. Jeden Tag trennst Du Dich von einem Gegenstand, den Du nicht mehr benötigst. Am Ende der Fastenzeit solltest Du Dich von 40 Dingen verabschiedet haben. Diese kannst Du entweder spenden, verkaufen oder verschenken.  

Medienfasten
Mal eben die Mails checken, ein Rezept heraussuchen und dann noch kurz auf Insta: das Smartphone ist eine praktische Sache, ohne Frage! Es ist aber auch ein wahrer Zeitkiller. Das dauernde Online-sein, die ständige Erreichbarkeit und Verfügbarkeit können sogar krank machen. In der Zeit des Medienfastens können handyfreie Zeiten (z. B. Mittagspause) oder handyfreie Zonen (z. B. Esstisch oder Schlafzimmer) festgelegt werden. Bestimme auch Zeiten, an denen Du Dein Handy bewusst nutzen möchtest. So reichen z. B. täglich 15 Minuten vollkommen aus, um sich mit der aktuellen Situation zu befassen und up-to-date zu bleiben. Versuche auch einige Wochen lang ohne Fernsehen, Netflix und Spielkonsole auszukommen. Das verringert nicht nur den Stromverbrauch, sondern macht auch Deine Gedanken wieder freier. Du wirst merken, dass Du viel mehr Zeit für andere Dinge haben wirst.

Fastenzeit mal anders

Flaschen-Wasserfasten
Verzichte in den 40 Tagen auf Flaschenwasser und wähle stattdessen das Wasser aus der Leitung. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Zudem wird das Leitungswasser in Deutschland strenger kontrolliert als das Wasser aus der Flasche und enthält nebenbei oft mehr Mineralstoffe. Auch musst Du mit Leitungswasser keine Kisten mehr schleppen und kannst so für kleinere Einkäufe auch mal den guten alten Drahtesel nutzen und das Auto stehen lassen.

Autofasten
Sei mal erhlich zu Dir selbst: Wie oft nutzt Du das Auto für kurze Wege, die auch gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen wären? Lass doch in den nächsten 40 Tagen das Auto für Kurzstrecken unter 5 Km stehen. Schließlich verbraucht das Auto auf Kurzstrecken durch häufiges Anfahren am meisten Sprit. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß bewegst Du Dich zudem mehr, unterstützt Deine Gesundheit und trägst nebenbei durch den Ausstoß von weniger Treibhausgasen zum Klimaschutz bei.

Fastenzeit mal anders

Plastikfasten / Verpackungsfasten
Plastik ist oft einfach nur – Müll! Müll der bergeweise wächst bzw. hunderte Jahre in der Natur herumlungert, während wertvolle Ressourcen schrumpfen. Dabei ist es gar nicht mal so schwer, den eigenen Verbrauch zu reduzieren. Meide über die gesamte Fastenzeit alles, was in Plastik verpackt ist. Kaufe z. B. Obst und Gemüse beim Wochenmarkt oder Gemüsehändler, Joghurt und Sahne im Glas statt im Plastikbecher oder Käse und Wurst in der Frischetheke statt abgepackt im Kühlregal. Mittlerweile kann man auch viele Pflegeprodukte plastikfrei bekommen. Wichtig: Beim Einkaufen solltest du den Textilbeutel nicht vergessen! Anstatt den Kaffee im Einweg-Trinkbecher zu kaufen, solltest Du Deinen Kaffee in einen Mehrwegbecher abfüllen.

Stressfasten
Vielen Menschen fehlt es oft an Zeit im stressigen Alltag, zumindest glauben sie das. Wie wäre es mal mit Stressfasten? Teste hierbei einfach verschiedene Methoden aus, die Deinen Alltag erleichtern und verschönern könnten. Das heißt: weniger Termine und Reisen annehmen, öfter mal „NEIN“ sagen und jede Hilfe annehmen, die Du bekommen kannst. Versuche Aufgaben zu delegieren bzw. Tätigkeiten im Haushalt auf Familienmitglieder zu verteilen. So gewinnst Du mehr Zeit für Dich und kannst Dich Deinem Hobby oder einem guten Buch widmen.

Fairtrade-Fasten
Fair sein – für eine bessere Welt. Durch Dein Kaufverhalten über den fairen Handel kannst Du Kleinbauern und deren Familien unterstützen. Versuche 40 Tage lang auf „konventionelle“ und „unfaire“ Produkte zu verzichten und kaufe stattdessen nur Lebensmittel, Blumen oder Kleidung mit Fair-Trade-Siegel.

Es gibt viele Möglichkeiten für eine bessere Welt zu fasten. Auf was verzichtet Ihr in dieser Zeit so?

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