Internationaler Tag des Waldes – Tipps für das richtige Verhalten im Wald

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Am 21. März ist internationaler Tag des Waldes! Wie wäre es also, wenn Du Dich auf den Sattel schwingst und bei einer erholsamen Fahrt durch den Wald einfach mal die Natur auf Dich wirken lässt? Eine Fahrradtour durch den Wald erfrischt alle Sinne! Kein Wunder, die Luft im Wald ist besonders sauber und wie Balsam für unsere Atemwege. Schließlich atmen wir hier etwa 90 Prozent weniger Staub ein als bei einem Spaziergang durch die Stadt. Während die frische Luft das Immunsystem stärkt, lässt der Anblick der Bäume Stress von uns abgleiten und beruhigt unsere Nerven. Das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Baumkronen und der Geruch der verschiedenen Bäume ergänzen die positiven Wirkungen des Waldes auf unseren Körper. Vor allem aktuell ist der Aufenthalt im Wald besonders beliebt, denn hier erscheint die Welt noch so wie wir sie vor der Corona-Zeit kannten – voller Freiheit und Lebensfreude.

Der Wald ist so wichtig! Nicht nur für uns Menschen, auch Klima, Tiere und Pflanzen profitieren von den unterschiedlichen Funktionen. Entsprechend sollten wir unsere Wälder auch behandeln – pfleglich und nachhaltig! Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes, verraten wir Dir, welche Regeln Du bei einer Fahrradtour bzw. einem Spaziergang durch den Wald beachten musst und wie der Wald als hervorragender Lernort für Kinder genutzt werden kann.

Richtiges Verhalten im Wald

Richtiges Verhalten im Wald

Verhalte Dich ruhig und rücksichtsvoll

Lärm, laute Musik und motorisierende Fahrzeuge verschrecken die Tiere des Waldes und könnten auch andere Waldbesucher stören. Lausche stattdessen lieber den beruhigenden und waldtypischen Geräuschen wie Blätterrauschen und Vogelgezwitscher.

Bleib auf markierten Waldwegen

So schützt Du den wertvollen Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen.

Nimm Deinen Hund an die Leine!

Hunde dürfen auf keinen Fall Wildtieren hinterherjagen und diese verschrecken. In der Brut- und Setzzeit besteht sogar Leinenpflicht! Bitte beachte, dass jedes Bundesland die Hundeführung anders regelt und informiere Dich welche Regelungen für Dein Bundesland gelten.

Was darf ich mitnehmen?

Schütze Bäume, Pflanzen und Pilze

Das Fällen von Bäumen und das Schneiden von Ästen ist verboten. Das Einschneiden der Rinde verletzt den Baum und macht ihn anfällig für Krankheitserreger und Schädlinge, welche den Baum schädigen. Auch Pilze und Pflanzen sollten nicht unnötig zertreten werden, schließlich haben diese einen wichtigen Platz im Ökosystem und dienen den Wildtieren als Nahrungsquelle.

Was darf ich aus dem Wald mitnehmen?

Grundsätzlich darf man nichts aus dem Wald mitnehmen, selbst wenn es auf dem Boden liegt. Wer gelegentlich jedoch z. B. Blätter, Eicheln, Moos, Zapfen und kleinere Äste für Deko- und Bastelzwecke sammeln möchte, darf dies unter der Einhaltung der sogenannten Handstraußregel tun, sofern die Stellen keinem Betretungsverbot unterliegen.

Radfahren im Wald

Radfahren und Reiten im Wald

Das Radfahren und Reiten im Wald sind nur auf geeigneten Wegen erlaubt. Gibt es ausgewiesene Rad- oder Reitwege, so dürfen nur diese genutzt werden. Auch hier gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen, die beachtet werden müssen.

Fasse keine Wildtiere an!

Auch wenn Wildtiere besonders zutraulich sein sollten, sollten diese nicht berührt werden. Ein solches artfremdes Verhalten könnte z. B. auf Krankheiten, wie die für den Menschen gefährliche Tollwut, hinweisen. Zudem werden Jungtiere nach einer Berührung durch einen Menschen von der Mutter möglicherweise nicht mehr angenommen und zurückgelassen.

Nichts im Wald zurücklassen

Müll und Reste vom Picknick sollten im Wald nicht zurückgelassen werden. Diese stellen ein großes Risiko dar und gefährden Tiere und Umwelt.

Rauchverbot und Grilltabu

Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt bundesweit in allen Wäldern absolutes Rauchverbot, in einigen Bundesländern sogar das ganze Jahr über. Auch sind Lager- und Grillfeuer im Wald tabu! Gerade bei längerer Trockenheit können bereits ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe zu verheerenden Waldbränden führen.

Spielen im Wald

Kinder sollten möglichst frühzeitig über die Gefahren im Wald aufgeklärt werden. So sind z. B.  gestapelte Holzstämme kein Spielplatz! Stattdessen dürfen Kinder auf Waldlichtungen gerne Ball spielen.

Tipps, wie man mit Kindern spielerisch den Wald entdecken kann

Mit Kindern spielerisch den Wald entdecken

Waldmemory

Auf einer Picknickdecke verteilen die Erwachsenen einige im Wald gesammelte Gegenstände wie z. B. Fichtenzapfen, Eicheln, Steine, Blätter verschiedener Bäume usw.. Die Gegenstände werden zusammen mit den Kindern betrachtet und namentlich bestimmt. Nachdem sich die Kinder alle Gegenstände eingeprägt haben, dürfen sie 5 Minuten lang möglichst viele dieser Dinge im Wald sammeln. Bitte achtet darauf, dass das Suchfeld eingegrenzt wird, sodass die Kinder immer im Blickfeld eines Erwachsenen bleiben und niemand verloren geht! Anschließend werden die Funde präsentiert. Gewinner ist derjenige, der die meisten Elemente gefunden hat.

Waldbilder

Mit verschiedenfarbigen Blättern und Formen, unterschiedlichen Naturmaterialien (Moos, Erde, Gräser, Rinde, Zapfen, Steine…) versucht eine Gruppe ein 1×1 Meter großes Bild auf dem Boden zu gestalten. Die andere Gruppe muss erraten was es darstellen soll.

Baum finden

Einem Kind werden die Augen verbunden. Dann wird es zu einem Baum geführt. Durch Tasten, Fühlen, Riechen und Umarmen, muss sich das Kind alle Besonderheiten merken. Danach wird es zum Ausgangspunkt zurückgeführt und muss nun ohne Augenbinde seinen Baum wieder finden.

Entdeckerfreuden wecken

Verschiedene Bücher und Apps eignen sich zur Bestimmung von Pflanzen, Pilzen und Tieren. Besonders spannend wird das Entdecken mit Fernglas und Lupe. Hat ein Tausendfüßler wirklich tausend Beine? Wie sieht die Oberfläche eines Blattes aus? Mit einem kleinen Waldquiz kann anschließend das Wissen getestet werden.

Nutzt ihr den Wald auch so gerne als Rückzugsort? Allein der Blick ins Grüne schenkt uns wohltuende Beruhigung, Hoffnung und neue Energie. Also, nichts wie raus in den Wald und rein ins Erleben!

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