Samenbomben selbst machen – Seedbombs für eine buntere Welt

Lifestyle

Samenbomben im EXCELSIOR Emaille-Becher

Die Sonne zeigt sich aktuell von ihrer besten Seite. Wir wollen raus an die frische Luft, das Grün genießen, mit unseren Fahrrädern durch die Gegend radeln, picknicken und Blumen pflanzen. Ob auf dem Balkon, im Garten oder am Wegesrand – Blumen machen nicht nur uns gute Laune, sondern auch der Natur! Schon mal etwas von Urban Gardening, auch Guerilla Gardening genannt, gehört? Wie der Name schon sagt, geht es hierbei ums Gärtnern im urbanen Raum. Ein Megatrend, der immer mehr Menschen dazu bewegt auf kleinstem Raum Obst, Gemüse, Blumen und sonstige Pflanzen anzubauen, um grauen Ecken Farben zu verleihen und sich und der Natur dabei etwas Gutes zu tun. Diesem Trend folgen wir nur gerne! Wer jetzt denkt, er muss sackweise Erde auf dem Sattel seines Fahrrades durch die City befördern, den können wir beruhigen. Der Transport geht auch wesentlich einfacher – zum Beispiel mit Samenbomben. Mit unserer schnellen Anleitung zeigen wir dir, wie du ganz einfach dein eigenes, privates Biotop anlegen kannst. Das Herstellen von sogenannten Samenbomben, auch Seedbombs genannt, macht nicht nur uns Erwachsenen Spaß, sondern ist auch mit Kindern eine bereichernde Erfahrung, um ihnen die Natur näherzubringen. Schließlich gibt es nichts Schöneres, als Pflanzen beim Wachsen zuzusehen. Was es mit den Seedbombs auf sich hat und wie du diese herstellen kannst, erfährst du im folgenden Blog-Beitrag mit unserem DIY.

 

Seedbombs auf Sattel

Samenkugeln

Was sind eigentlich Seedbombs?

Hierbei handelt es sich um kleine Kugeln, welche aus Samen, Erde und Tonpulver bestehen. Somit ist auf engstem Raum alles enthalten, was die Samen zum Wachsen brauchen. Die Samenbomben werden im urbanen Raum zur Begrünung des öffentlichen (Grau-) Raums, der Terrasse, des eigenen Gartens oder des Balkons eingesetzt. Sobald es regnet, weichen die Saatkugeln auf und das Saatgut beginnt zu sprießen. Nach wenigen Wochen entsteht eine kleine Blumenwiese an der Stelle, worüber sich besonders Bienen und andere nektarsuchende Insekten freuen.

DIY-Anleitung für Samenbomben

Zutaten für Seedbombs

Tonerde, Blumenerde, Blumensamen und Wasser

  1. Für etwa 20 Seedbombs einfach drei Päckchen verschiedener heimischer Blumensamen in einer Schüssel vermischen. Achte darauf, dass es sich hierbei um Blumen handelt, welche besonders beliebt sind bei Bienen und Hummeln. Hierzu eignen sich beispielsweise Wildblumen.
  1. Nun gibst du 200g Blumenerde in eine große Schüssel, lockerst diese auf und entfernst Reste von Rinde, Wurzeln oder kleinen Ästchen. Anschließend fügst du 200g Tonerde und die Samen hinzu und mischt das Ganze gründlich durch, damit sich das Saatgut möglichst gleichmäßig verteilt.
  1. Zum Schluss gießt du nach und nach langsam ein wenig Wasser in die Schüssel, sodass das Gemisch sich zu kleinen, walnussgroßen Kugeln formen lässt. Verteile die fertig geformten Samenbomben auf Zeitungspapier und lass diese zwei Tage dort trocknen. Die Seedbombs können dann sofort geworfen, verschenkt oder an einem kühlen Ort bis zu zwei Jahren aufbewahrt werden.

    Seedbombs auf Zeitungspapier

    Seedbombs auf Zeitungspapier verteilen

Tipps:

  • Mithilfe von Ausstechformen lassen sich süße Motive zaubern, was besonders Kindern großen Spaß macht.
  • Auch mit Kräutersamen lassen sich hervorragend Seedbombs herstellen. Hierzu einfach Anzucht- oder Kräutererde anstelle von Blumenerde verwenden.

Achtung:

Bevor du dich jetzt auf den Sattel deines Zweirades schwingst, um mit Seedbombs tristes Stadtgrau in eine grüne Oase zu verwandeln, solltest du wissen, dass es grundsätzlich verboten ist, Samenkugeln einfach so in den öffentlichen Raum zu werfen. Das betrifft auch fremde Gärten und Naturschutzgebiete! Stattdessen, frage doch einfach mal direkt bei der Stadt oder beim Eigentümer einer brachliegenden Fläche nach, was erlaubt ist. Da findet sich sicherlich ein geeignetes Plätzchen. Die meisten Städte freuen sich sogar, wenn man sich um die Verschönerung von Grünflächen bemüht und dabei etwas Gutes für die Umwelt und Natur tut. Wusstest du, dass es in einigen Gegenden sogar möglich ist Patenschaften für kleinere Grünflächen zu übernehmen und diese zu bepflanzen?

Mohnblume

Mohnblume

„Wer anderen eine Blume sät, blüht selbst auf.“ Ob als Geschenk, Mitgebsel oder einfach nur, damit die Bienen happy sind – Gutes zu tun und Freude zu verschenken gehört zu den einfachsten Methoden selbst Freude zu empfangen. Hast du schon mal Seedbombs selbst hergestellt? Falls nein, dann aber schnell! Je nach Blumensorten bzw. Blütezeit kann die Aussaat von Samenbomben bis Juni erfolgen, um noch im selben Jahr die daraus entstandene Blütenpracht beobachten zu können. 

Viel Spaß bei der Umsetzung!

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.